West-Östlicher Divan
Goethe im Schwimmbad, ein Glücksfall
"...Der Spielort ist in seiner nüchternen Expressivität ein Hauptgewinn....auf der Bühne im 3.50 tiefen Becken agieren die Schauspieler wie unter einem Brennglas, ihre Körper gedoppelt durch die eigenen Schatten"
Kieler Nachrichten, Sabine Tholund, 15.08.2011

Hingabe, Poesie und Orient
" ...erschafft das Duo eine fremdartige Welt und präsentiert über eine Stunde lang einen unglaublichen "Verseperlenschatz". Hochkonzentriert lauscht das Publikum dem wortgewaltigen Fluss verschnörkelter und tiefgehender Gedanken, verfolgt die Begegnung des Dichters mit dem Koran...und man konnte eine Stecknadel fallen hören. Einen aussergewöhnlichen Abend erlebten gut 100 Literaturcafe Einfeld-Gäste...Das Publikum war völlig fasziniert und applaudierte heftig."
Holsteinischer Kurier, Vaquette, 10.10.2011

Meisterlich auf den Punkt gebracht
Szenische Reise in die Zeit Goethes
" ....Guido Bayer gab einen mehr als zerrütteten Goethe, gestresst vom anstrengenden Reisen mit der Kutsche quer durch die deutschen Lande sinniert er über die philosophischen Texte des persischen Dichters Hafis. Im Dialog mit Konstanze Ullmer, die zunächst die Stimme Hafis ist entstanden tiefschürfende Gedankendialoge..Fazit: Meisterlich gespielt und dramaturgisch von Regisseurin Gaby Schelle auf den Punkt gebracht..."
Kieler Nachrichten, kol 10.10.2011
the Chopin project
Im Galopp durch zehn Jahre Beziehungskrise
Trotzdem eine runde Sache: "The Chopin Project"
"...Auf der Grundlage von fiktiven und überlieferten Texten lässt Gaby Schelle die komplizierte Beziehung des Promi-Paares Revue passieren. The Chopin Project nennt die Theaterautorin und Regisseurin ihre szenische Installation, die in sechs historischen Gebäuden des Landes aufgeführt wird - zweite Spielstätte nach der gut besuchten Premiere im Kreuzstall von Schloss Gottorf ist die Kieler Kunsthalle.

...Ist sie überhaupt eine Frau?" fragt Chopin nach der ersten Begegnung. Er hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich und befindet sich in einer Lebenskrise. Mit Zylinder und schwarzem Gehrock ganz im Stil des 19. Jahrhunderts gekleidet, tigert Christian Nisslmüller durch die Gänge des Kreuzstalls. Abschätzig schaut dieser Chopin, dessen schwindsüchtiges Hüsteln seinen fragilen Gesundheitszustand andeutet, auf die Frau, deren emanzipiertes Auftreten ihre französischen Landsleute erschütterte. In einer Hand die Zigarre, in der anderen ein Stift, den sie über die Seiten ihres Notizbüchleins flitzen lässt, sitzt Tatjana Velimirov auf einem der beiden Stühle, die als Bühnenbild genügen.

Statt in den vielzitierten Hosen, mit denen die Adlige ihre Zeitgenossen provozierte, ist sie mit wallendem Rock feminin ausstaffiert - eine attraktive Frau, die aus ihrer Verehrung für den polnischen Musiker keinen Hehl macht.

...Im Galopp lässt Gaby Schelle ihre Protagonisten durch das Auf und Ab einer Liebe preschen, die trotz schwerer Belastungsproben zehn Jahre währen sollte. Dennoch gelingt es, den Figuren ein Profil zu geben, das in den knapp 80 Minuten Spieldauer an Schärfe gewinnt.

Wandlungsfähig zeigt Christian Nisslmüller einen Mann zwischen Fatalismus, weinerlichem Selbstmitleid und aufkeimendem Wahnsinn. Chopins musikalisches Genie spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Von wechselnden Launen heimgesucht, macht er seiner Gefährtin, die Velimirov als besorgte, dabei jedoch stets kontrollierte Macherin hinstellt, das Leben schwer. Das Ende der Beziehung kommt abrupt und ist in seiner Knappheit doch schlüssig erzählt. Eine runde Sache."
Kieler Nachrichten, Montag, 9. August 2010, Sabine Tholund
Yes, we Chopin - Theaterprojekt auf Schloss Gottorf
Die Welt, 31.07.2010
Frederic Chopin und George Sand - das Psychogramm einer Liebe
Eine Benefizveranstaltung für Amnesty International im Jagschlösschen
Der Reporter, 06.04.2011
Viel Applaus für eine Künstlerliebe
"Knapp 100 Zuschauer feierten " Das Chopin-Projekt" im ausverkauften Literaturcafe des Fördervereins der Stadtteilbücherei Einfeld....die großartige schauspielerische Leistung und die spannende Inszenierung wurden vom Publikum mit anhaltendem Applaus und Bravo-Rufen bedacht."
Holsteinischer Courier, 12.04.2011, Karen Biguss
"Das Chopin-Projekt" als ergreifendes Psychogramm einer Liebe begeisterte
"...Eindrucksvoll gelang den Darstellern der "Reisebericht" des Paares zur Insel Mallorca. Unwirsche Insulaner, Häuser ohne Glasfenster und schließlich bei bitterer Kälte ausharrend in einer verfallenen Kartause von Valdemossa - die Verzweiflung des Komponisten darüber war hautnah, authentisch und zu Herzen gehend....Fazit: ein intensives und ergreifendes Psychogramm einer Liebe."
Kieler Nachrichten, kol, 11.04.2010
Es war ein intensives, berührendes und hervorragend besetztes Kammerspiel, das am 22. August im Günter Grass - Haus stattfand
"...the Chopin project - Applaus für ein gelungenes Spiel!
Diese neun Jahre gemeinsamen Lebens spielten nun zwei hervorragende Schauspieler, Christian Nisslmüller und Tatjana Velimirov, in brillianten szenarischen Darbietungen nach....Der Applaus war auch dementsprechend begeistert und lang. Man könnte fast sagen, man hätte Chopin und George Sand leibhaftig vor sich..."
Unser Lübeck, 23.08.2010, Erna König
Phädras Schlachten
Monobaltija: The beginning of the End
"The director of the performance Konstanze Ullmer and the author of the concept Elisabeth Moll told the story of Phaedra without indulging to the stylistics of the contemporary German theatre, but found authentic ways.."

...Phaedras Dreams is radical performance, striving for the emotion not with the help of illustrative emotional acting, but through logics of all scenic compoments and text.

....the elements of the context are loosing their importance, because the rules of the game are being changed by the actress....

...the perfect concentration of the actress is more eloquent than tossing around. She`s talking about a woman, whose polyphony of empathies becomes more and more complicated.

...Phaedra`s Dreams reminds of Orestea by Michael Thalheimer, produced in Deutsches Theater Berlin, that was brought to Vilnius in framework of Festival "Sirenos" in 2008. there is no less "blood" in Schelles" acting than in the splashes on the screen."

20.05.2010, Daiva Sabaseviciene
on Int. Festival Kaunas /Lithuania
Zu Gast bei Don Juan
Don Juans Geheiminis
"...Was die Schauspieler Christian Nisslmüller, Monika Pallua und Gaby Schelle da unter der Regie von C.C. Weinberger auf die Bühne gebracht haben, ist ebenso großartig wie spannend..."
SHZ am Sonntag 25.5.2008 Kathrin Emse

Don Juan: Einsam in einer Welt voller Frauen
"...Einem Fächer gleich nutzt sie die Zitate von Molina über Moliere...Herausgekommen ist ein ebenso spannendes wie witzig und schnell inszeniertes Stück (Regie: C.C. Weinberger)....Am Ende eines wunderbaren Theaterabends mit guten Schauspielern (in den Frauenrollen die äusserst wandelbare Monika Pallua und die gekonnt komische Gaby Schelle) bleibt allein ein Gefühl: Viel Unterschied gibt es nicht zwischen Realität und Fiktion"
SHZ am 27.5.2008 Kathrin Emse

Verführer - Platte ohne Sprung
"Zu Gast bei Don Juan nennt Gaby Schelle ihre Theatercollage die am Freitag mit der Theater Factory eine gelungene Premiere im herrlichen Ambiente des frisch renovierten Hirschsaales auf Schloss Gottorf feierte...

Musikalisch begleitet von Marwan Abado, glänzte Christian Nisslmüller in der Rolle des Titelhelden: mal herrisch oder larmoyant, mal gelangweilt mal unwiderstehlich...

In jeder Hinsicht wandlungsfähig, ist Monika Pallua die zutiefst gekränkte, weil von dem treulosen Gatten verlassene Donna Elvira. Später sehen wir sie als unbedarfte Charlotte, als lüsterne Witwe und als Donna Anna... Das "Prinzip Don Juan" ist nicht totzukriegen, lehrt uns das Spiel, in dem Regisseur C.C. Weinberger bei aller Zuspitzung immer wieder schelmische Momente aufblitzen lässt....Ein Verführer in der Zeitschleife - auch das kann die Hölle sein."
KN 26.5.2008 Sabine Tholund
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